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Manchmal hat sich Roschmann
damit vergnügt,
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die Sterbenden zu treten,
die sich nackt aneinder drängten...
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und all ihrer Würde und Hoffnung
entblößt waren.
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Er sah zu, wie die Hunde sie fraßen,
während sie noch atmeten.
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Eines Tages sahen wir
einen merkwürdigen,
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grauen Wagen, er stand am Lagertor.
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Es waren falsche Fenster draufgemalt...
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und lachende, essende Menschen.
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Bauern auf den Feldern
ringsum musste es vorkommen,
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als ob in dem Wagen...
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eine lustige Reisegesellschaft säße.
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Die drinnen isst und trinkt.
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Einige Musiker unter
den Häftlingen mussten...
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anlässlich der Festlichkeit spielen.
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Wir hatten bald herausgefunden, dass der
"Wagen einem ganz anderen" Z"weck diente."
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Roschmann hatte ihn in eine fahrende
Gaskammer umwandeln lassen.
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Das Auspuffrohr war
in den Wagen geleitet worden...
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und die Insassen erstickten
an den Abgasen.
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Ich werde nie den Ausdruck
in Esthers Augen vergessen.
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Nach ihrem Tod starb
meine Seele bei lebendigem Leib.
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Mein Körper und mein Gehirn
blieben am Leben.
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Ich war entschlossen,
die Hölle zu überstehen,
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um der Welt eines Tages sagen zu können,
was Roschmann unserem Volk antat.
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Peter?