1:09:08
Ziehen Sie sich wieder an.
Wie ging die Sache weiter?
1:09:13
Ich wurde dann verlegt,
in ein Erholungsheim.
1:09:15
In welches?
1:09:17
Arcadia Klinik in Delmenhorst.
1:09:19
Da erhielt ich nach zwei Tagen
einen anonymen Anruf.
1:09:22
Eine Männerstimme sagte mir,
1:09:24
dass der Jude mich
bei der Polizei angezeigt hätte.
1:09:28
- Dass ich verschwinden müsste.
- Und Eberhardt?
1:09:30
Er hat mich öfter besucht.
1:09:33
Als ich ihm von dem Anruf erzählte,
bot er mir Hilfe an.
1:09:35
- Und gab mir den Brief.
- Warum informierte er mich nicht selber?
1:09:39
Vielleicht wollte er nicht
das Telefon benutzen, zur Sicherheit.
1:09:42
Er fuhr dann anschließend gleich in Urlaub.
1:09:46
Ja, das haben wir kontrolliert.
1:09:48
Er macht eine Kreuzfahrt nach Westindien.
1:09:54
Ja, das muss herrlich sein
um diese Jahreszeit.
1:09:59
Ich brauche sofort diese Telefonnummern.
1:10:02
Ziehen Sie lhr Jackett wieder an.
1:10:07
Pech für Sie, nicht wahr?
1:10:10
Wie meinen Sie das?
1:10:11
Ich meine,
weil den Aufenthalt in Flossenbürg...
1:10:15
nur 700 Häftlinge überlebt haben.
1:10:17
Und einem von denen müssen Sie
über den Weg laufen.
1:10:21
Ja, das war Pech. Da haben Sie Recht.
1:10:24
Unterscharführer Kolb,
drehen Sie sich um und sehen Sie mich an!
1:10:30
Haben Sie den Ehrendolch bekommen?
1:10:32
Jawohl. Von Obersturmbandführer Koegel.
1:10:34
Wie lautet die Inschrift auf der Klinge?
1:10:36
"Blut und Ehre", lautet die Inschrift.
1:10:39
Sagen Sie mir, was es alles an Komplexen
gab im Lager Flossenbürg?
1:10:42
- Wie bitte?
- An Gebäudekomplexen.
1:10:46
Zwei Baracken für die Wachmannschaft,
Kantine mit Schuppen und ein Bordell.
1:10:52
Das wurde von allen benutzt?
1:10:54
Nein. Die Offiziere hatten ihr eigenes.
1:10:57
Wenn Sie von einem Punkt im Lager
nach oben schauten, was sahen Sie?