The Odessa File
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:10:01
Ich habe keine regelmäßigen Einkünfte,
aber wenn ich was verdiene,

:10:05
dann kann ich
einen ganzen Haufen verdienen.

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Und ich liebe meinen Beruf.
:10:11
Ich bin ehrgeizig und
ich habe bestimmte Ambitionen.

:10:16
Aber meine Freiheit
gebe ich deshalb nicht auf.

:10:21
Monika und ich haben Sigi wirklich gern,
weißt du.

:10:24
- Mir geht es ebenso.
- Warum heiratet ihr eigentlich nicht?

:10:27
Du bist doch genauso
ein Kindernarr wie ich.

:10:31
Ja, ich mag Kinder fremder Leute.
:10:33
Hast du mich bloß deswegen
zum Essen eingeladen?

:10:36
Ich meine, um mir die Freuden
der Ehe klarzumachen oder was sonst?

:10:40
Als Freundschaftsdienst
würde ich das nicht gerade bezeichnen.

:10:44
Ich wollte dir das Päckchen hier geben.
:10:49
- Was ist denn das?
- Etwas zu lesen.

:10:52
Wir fanden es in dem möblierten Zimmer
von dem alten Mann, der sich vergiftet hat.

:10:56
- Was ist daran besonderes?
- Sieh es dir an.

:10:59
Eigentlich dürfte ich es dir nicht geben.
:11:01
Du musst mir versprechen, es für dich
zu behalten und es keinem zu zeigen.

:11:04
Ja, das ist doch klar.
:11:08
Danke.
:11:29
Das Tagebuch von Salomon Tauber
:11:34
Mein Name ist Salomon Tauber.
Ich bin Jude und im Begriff zu sterben.

:11:37
Ich bin nur deswegen so lange am Leben
geblieben, weil ich noch etwas tun wollte.

:11:43
Die Freunde, die Leidenden
und Opfer des Lagers sind lange tot,

:11:48
aber ihre Peiniger leben
überall um mich herum.

:11:51
Am Tag sehe ich ihre Gesichter
auf den Straßen...

:11:55
und in der Nacht sehe ich das Gesicht
meiner Frau Esther, die schon lange tot ist.

:11:59
Ich erinnere mich genau,
wie sie sich an mich klammerte,


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